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Mittwoch, 23. Mai 2018

„Nehmen wir jetzt jeden?“

(C) iStock/

Eine Umfrage in deutschen chirurgischen Kliniken

Für junge Ärzte fällt die aktuelle Stellensituation in Deutschland vor allem in den operativen Fächern sehr günstig aus. In weniger beliebten Regionen hat sich in der Chirurgie ein echter Bewerbermangel eingestellt. In manchen Kliniken bleiben vakante Stellen sogar über Monate unbesetzt. Zwangsläufig sinken in dieser Situation die Eintrittskriterien bzgl. der Einstellung junger Kolleginnen und Kollegen. Um den Klinikbetrieb trotzdem aufrecht zu erhalten, müssen Klinik- und Personalleiter zunehmend anspruchsvolle Kompromisse eingehen. So entsteht in kollegialen Gesprächen und Diskussionen immer häufiger der Eindruck, dass aufgrund der großen Anzahl freier Positionen an manchen Krankenhäusern die einzige Voraussetzung für eine Einstellung in einem operativen Fach die deutsche Approbation ist. Diese Entwicklung ist umso bedeutsamer, da keine Qualitätskriterien für die aktuellen Anforderungen an Bewerber in chirurgischen Abteilungen existieren, an denen sich Klinik- und Personalleitungen orientieren könnten. Die Anforderungen im Klinikalltag sinken dagegen nicht, sondern werden durch die fortschreitende technische Entwicklung, die Ansprüche der Patienten, den IT-Schub und auch die stetig umfangreichere Dokumentationsarbeit im Deutschen Gesundheitssystem immer anspruchsvoller. Diese Missverhältnisse können mittel- bis langfristig zu einem relevanten Qualitätsverlust führen.

In einem ersten Schritt präsentiert diese Umfrage deshalb zunächst ein Stimmungsbild in deutschen Kliniken. Darüber hinaus soll die Studie die nach Meinung der Autoren dringend notwendige Diskussion über Anforderungsprofile in chirurgischen Fächern anstoßen. Wir müssen aber schon jetzt betonen, dass im Folgenden Meinungen präsentiert werden, die nicht notwendigerweise der Überzeugung der Autoren entsprechen.

Dienstag, 12. September 2017

Mut zur Chirurgie – Auch an Schulen


Warum den Nachwuchs nicht schon vor dem Medizinstudium für die Chirurgie begeistern? Diese Frage stellte sich BDC-Vizepräsident Jörg-Andreas Rüggeberg auch und entschied kurzerhand, einen Testlauf der BDC-Nachwuchskampagne mit Schülern der zehnten Klassen am Gymnasium Ottersberg zu organisieren. Schweineherzen nähen, Knoten üben und Wettkämpfe am Pelvitrainer sind schließlich ein guter Türöffner, um Schülern das „Berufsziel Aufschneider“ nahezubringen.

Weniger Aufwand als gedacht

Etwas Aufwand gehört schon dazu. Abgesehen von der Zeit, müssen auch Nahtmaterialien, Pelvitrainer und Präparate für solche Veranstaltungen vorbereitet werden. Aber der Aufwand lohnt sich: „An beiden Tagen habe ich mit Schülern gesprochen, die sich nach dem Workshop vorstellen konnten, Chirurg bzw. Chirurgin zu werden“, erzählt Rüggeberg. Schon allein dafür habe es sich allemal gelohnt. „Ich habe mir im Vorfeld auch viel zu viele Stationen überlegt – zum Gipsen sind wir zum Beispiel gar nicht gekommen. Knotenübungen mit Videos aus der DGCH-Mediathek, Nähen an den Präparaten und die Simulation vom Endoskopieren reichen vollkommen aus. Denn ich war erstaunt wie konzentriert und vor allem wie geduldig die Schülerinnen und Schüler an den Stationen gearbeitet haben. Das hat mir vor allem gezeigt, dass man nicht zu früh anfangen kann, die Chirurginnen und Chirurgen von morgen zu gewinnen“, fasst der BDC-Vizepräsident zusammen.

Wenn Sie auch einen Workshop an einer Schule in Ihrer Nähe veranstalten wollen, melden Sie sich gern in der BDC-Geschäftsstelle oder direkt bei Herrn Dr. Rüggeberg (dr.rueggeberg@t-online.de). Wir freuen uns über Ihr Interesse und unterstützen Sie gern!

Freitag, 1. September 2017

"Chirurgie zum Mitmachen" - Aktuelle Termine


Die Workshops wenden sich an Medizinstudierende mit Interesse an der Chirurgie. Hier wird den Studierenden ermöglicht, sich praktisch beim Nähen, Knoten, in minimalinvasiver Chirurgie, in der Thoraxchirurgie sowie in der Osteosynthese auszuprobieren.

Diese eintägigen Workshops sind anmeldepflichtig und für Mitglieder des BDC kostenfrei. Für Nichtmitglieder wird ein Unkostenbeitrag von 25 Euro erhoben.

Aktuelle Termine:

Mechernich, 07.10.2017, 09.00 – 16.00 Uhr
Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH

München, 18.10.2017, 10.00 – 16.45 Uhr
Workshop "(Thorax)-Chirurgie zum Mitmachen" im Rahmen der 26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Thoraxchirurgie

Dresden, 25.11.2017, 10.00 – 17.00 Uhr
Universitätsklinikum Dresden
Chirurgisches Zentrum

HIER finden Sie weitere Informationen

Dienstag, 27. Juni 2017

Wie geht es weiter mit der Chirurgie?

Workshop zur Nachwuchsarbeit

Dieser und vielen anderen Fragen den chirurgischen Nachwuchs betreffend gingen Vertreter der Arbeitsgruppen aus den chirurgischen Fachgesellschaften am 24. Juni 2017 bei einem Treffen in Berlin auf den Grund. Der BDC initiierte den Workshop, um die einzelnen Fachgebiete der Chirurgie auch in puncto Nachwuchsarbeit näher zusammen zu bringen und ein gemeinsames Forum zu gestalten. Moderiert wurde der Workshop von Herrn Dr. Carsten Krones, Mitglied des erweiterten BDC-Vorstands.

Weiterbildung – das A und O

Bei dem gemeinsamen Brainstorming zur aktuellen Situation und den Herausforderungen des chirurgischen Nachwuchses in Deutschland stellte sich schnell die Weiterbildung als Schwerpunkt heraus. Mit der Qualität der Weiterbildung steht und fällt die Attraktivität des Faches. Natürlich wurde auch die berühmt-berüchtigte Generation Y zum Thema – geriet aber nicht in den Vordergrund. Schließlich ist es fraglich, ob die Nachwuchsarbeit überhaupt an den Stereotypen dieser Generation auszurichten ist. Wahrscheinlich müsste man sich in Nachwuchsfragen künftig eher mit der Generation Z befassen, die sich angeblich wieder mehr auf ihr Berufsleben stürzen wird. Generationen hin oder her – Bei der Diskussion landeten alle immer wieder beim Thema Weiterbildung: Wie können Weiterbilder motiviert und gefördert werden? Wie können Defizite in der Weiterbildungsstruktur beseitigt werden? Denn alle waren sich einig: Läuft es in der Weiterbildung gut, läuft es auch mit der Nachwuchsakquise.

Neue Ideen – neue Projekte

In Kleingruppen wurde deshalb unter anderem bearbeitet, wie die ideale chirurgische Weiterbildung und das frühe Begeistern der Medizinstudierenden für die Chirurgie am besten gelingen kann. Nach der Auswertung der Gruppenergebnisse bildeten sich einzelne Arbeitsgruppen, die in Zukunft an unterschiedlichen Projekten zusammenarbeiten werden. Es sind spannende Projekte entstanden. So viel sei verraten: Logbücher, Weiterbildungstutoren, ein Wahlfach Chirurgie vor dem PJ und eine Orientierungshilfe für Medizinstudierende, ob Chirurgie das Richtige für sie ist, werden in den Projektgruppen ein Rolle spielen.

Herr Prof. Hans-Joachim Meyer, BDC-Präsident und Generalsekretär der DGCH, bedankte sich bei den Teilnehmern und ihrem großen Interesse: „Es hat mich außerordentlich gefreut, dass sich alle so offen und konstruktiv ausgetauscht haben, so viele Ideen entstanden sind und vor allem, dass dabei keineswegs gejammert wurde.“ In diesem Sinne wird es sicher bald ein nächstes Treffen geben – man kann gespannt sein, was bis dahin in den Projektgruppen passiert und was schon in die Tat umgesetzt werden sein wird.

Freitag, 27. Mai 2016

Der Ethicon Zukunfts-Award: Die Entscheidung ist gefallen

Mit dem Ethicon Zukunfts-Award (EZA) werden herausragende Projekte prämiert, die das Miteinander von Leistungsträgern und Gesundheitswirtschaft fördern und den Fokus auf Patientensicherheit, Fortschritt und Wirtschaftlichkeit setzen. Denn „Gemeinsam die Zukunft der Chirurgie gestalten“ heißt für Ethicon zusammen mit ihren Kunden praxistaugliche Lösungen für das Wohl der Patienten zu entwickeln und Konzepte zu entwerfen, die die Wettbewerbsfähigkeit von Kliniken verbessern.

Der Award

Insgesamt ist der EZA mit 20.000 € dotiert und teilt sich in drei Gremiums-Preise und einen Publikums-Preis auf. Eingereichte Projekte wurden von einer hochkarätigen Jury bestehend aus Dr. Josef Düllings (Präsident des VKD), Prof. Claus-Dieter Heidecke (Präsident DGAV 2014-2015) und Prof. Hans-Joachim Meyer (Präsident BDC, Generalsekretär DGCH) in einer ersten Runde für die drei Gremiums-Preise bewertet. Die Abstimmung für den Publikums-Preis fand vom 15. bis 31. März online statt.

Die Bewerbungen

2016 wurden elf Projekte aus ganz Deutschland und aus allen Hierarchie-Ebenen der Institutionen (vom Studenten bis zum Institutsleiter) eingereicht. Beworben haben sich

Dr. Johanna Buhr & Dr. Erik Allemeyer (Raphaelsklinik Münster GmbH),
Dr. Bernadett Erdmann (Klinikum Wolfsburg),
Dr. Panagiotis Fikatas (Charité, Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow Klinikum),
Prof. Jörg Glatzle (Klinikum Konstanz),
Patrick Haas (Universitätsklinikum Tübingen),
Saskia Huckels-Baumgart (Evangelisches Krankenhaus Mettmann),
Dr. Tilman Laubert (UKSH Campus Lübeck),
Prof. Tanja Manser (Universitätsklinikum Bonn),
Prof. Johannes Schmidt (Krankenhaus Landshut-Achsdorf),
Dr. Stefanie Veit (Sana Kliniken Düsseldorf) und
Prof. Brigitte Vollmar (Universitätsmedizin Rostock).
Das Besondere

Der Fokus des Ethicon Zukunft-Awards lag von Beginn an auf den sozialen Medien, vor allem auf Facebook und Twitter. Über 30.000 clicks, likes und shares belegten eindrucksvoll das enorme Interesse, das der Preis so auf sich ziehen konnte. Allein bei der Abstimmung zum Publikumspreis wurden in zwei Wochen über 9.000 Stimmen online abgegeben!

Die Preisverleihung

Die Preisverleihung fand auf dem DGCH Kongress in Berlin statt. In der wissenschaftlichen Session präsentierten die Preisträger ihre Projekte. Erst dann wurde die Reihenfolge der ersten Plätze des Gremiums-Preises auf Grundlage dieser Präsentationen durch die Jury festgelegt. Es blieb also bis zum Schluss spannend!

Die Preisträger und Juroren auf dem Ethicon Stand beim DGCH-Kongress (v. l.): Khaled Bajaeifer, Prof. Jörg Glatzle, Dr. Tilman Laubert, Prof. Claus-Dieter Heidecke, Prof. Brigitte Vollmar, Dr. Panagiotis Fikatas, Prof. Hans-Joachim Meyer, Prof. Johannes Schmidt

Die Gewinner

Der Publikumspreisträger, Prof. Jörg Glatzle (Klinikum Konstanz), erhielt mit seinem Projekt „Heimtrainer Laparoskopie“ 3.863 (!) Stimmen und siegte damit eindrucksvoll (dotiert mit € 5.000). Bei der Ermittlung der Gremiums-Preisträger gab es die Besonderheit, dass die Jury mittels objektiv standardisiertem Bewertungsverfahren im Vorfeld vier (anstatt der geplanten drei) Finalisten festgelegte, die somit alle in Berlin ihre Projekte präsentierten. Nach einem hochspannenden Finale legte die Jury die Reihenfolge der Gremiums-Preisträger fest (mit zwei 3. Plätzen). Wir freuen uns, Ihnen folgende Gewinner bekannt geben zu dürfen und gratulieren recht herzlich:

1. Platz (7.000 €): Prof. Brigitte Vollmar (Universitätsmedizin Rostock)
„Baltic Medical Solution Center“

2. Platz (5.000 €): Dr. Panagiotis Fikatas (Charité, Universitätsmedizin Berlin)
„Chirurgische Knotenvorrichtung mit Selbstverschlussfunktion“

3. Platz (1.500 €): Dr. Tilman Laubert (UKSH Campus Lübeck)
„Lübecker Toolbox“

4. Platz (1.500 €): Prof. Johannes Schmidt (Krankenhaus Landshut-Achsdorf)
„Standardisierung des Nahtmaterial-Portfolios zur Reduktion der Lagerhaltung“

Die Preisträger und Juroren auf dem Ethicon Stand beim DGCH-Kongress (v. l.): Khaled Bajaeifer, Prof. Jörg Glatzle, Dr. Tilman Laubert, Prof. Claus-Dieter Heidecke, Prof. Brigitte Vollmar, Dr. Panagiotis Fikatas, Prof. Hans-Joachim Meyer, Prof. Johannes Schmidt
Ethicon bedankt sich bei allen Teilnehmern, gratuliert allen Bewerbern recht herzlich für die hervorragenden Bewerbungsprojekte und freut sich auch weiterhin gemeinsam mit Kunden die Zukunft der Chirurgie gestalten zu dürfen.


Dienstag, 24. Mai 2016

Chirurgische Woche: Ausbildungsplätze für Studenten


Nachwuchsförderung für Studenten: 26.-30. September in Tübingen

Nun schon zum vierten Mal findet dieses Jahr die Chirurgische Woche des Universitätsklinikum Tübingen statt – initiiert durch die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie und den Berufsverband der Deutschen Chirurgen.

Der einzigartige und sehr praktisch orientierte Kurs soll Studenten im klinischen Abschnitt oder im Praktischen Jahr für das Fach Chirurgie begeistert und als die Operateure von Morgen gewinnen. Gleichermaßen werden aber auch die Perspektiven im Fach Chirurgie aufgezeigt und ein Mentoringprogramm für Studierende mit dem Ziel: »Die Besten für die Chirurgie« als längerfristige Begleitung auf dem Weg zum Chirurgen etabliert.

Die Schwerpunkte werden von Experten dargestellt und beinhalten:
  • die chirurgische Anatomie
  • die Pathologie
  • Prinzipien beim offenen- und laparoskopischen Operieren
  • diagnostische Verfahren: Was muss der Chirurg wissen?
  • berufspolitische Aspekte
  • Karrieremöglichkeiten und -planung in der Chirurgie


Jetzt bewerben – verbindliche Rückmeldung zur Bewerbung bis 15. Juli 2016



Dienstag, 29. Dezember 2015

Bündnis JUNGE ÄRZTE - Forderung von Vereinbarkeit von Familie und Karriere



Die Vereinbarkeit von Familie und Karriere ist in vielen Branchen und Ländern zunehmend eine Selbstverständlichkeit. Der Arztberuf in Deutschland hat hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Karriere Optimierungsbedarf. Das Bündnis JUNGE ÄRZTE fordert für beide Geschlechter bessere berufliche Rahmenbedingungen. Nur so ist der ärztliche Nachwuchsmangel abzuwenden und die Attraktivität des Arztberufes sowie die Leistungsfähigkeit des Einzelnen zu erhalten. Das Bündnis JUNGE ÄRZTE sieht dringenden Handlungsbedarf, die Vereinbarkeit von Familie und Karriere für Ärztinnen und Ärzte zu verbessern. 

Zahlreiche Umfragen haben gezeigt, dass der Wunsch nach familienfreundlichen Arbeitsbedingungen ein zentrales Anliegen junger Mediziner ist. Nicht planbare und unflexible Arbeitszeiten mit vielen Überstunden, die unzureichend erfasst und ausgeglichen werden, sind vielerorts immer noch Alltag. Zusätzlich erschweren fehlende Kinderbetreuungsangebote oder hierarchische Strukturen mit veralteten Rollenbildern die Vereinbarkeit von Familie und Karriere im Arztberuf.

Die zunehmende Feminisierung des Arztberufes und der wachsende Wunsch von Vätern nach Elternzeit erfordern strukturelle Lösungen, um den ärztlichen Nachwuchsmangel abzuwenden. Junge Ärztinnen und Ärzte wünschen sich Zeit und Raum für ein erfülltes Familienleben.

Die Forderungen und Thesen vom Bündnis JUNGE ÄRZTE finden Sie hier.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

BDC-Nachwuchsförderung: Neue Motive der Nachwuchs-Kampagne


Pünktlich zu Semesterbeginn geht „Nur Mut! Kein Durchschnittsjob: ChirurgIn“ mit neuen Motiven für Postkarten und Poster in die nächste Runde. „Werde RestauratorIn“, „... FeinmechanikerIn“ und „... ÄnderungsschneiderIn“ sollen die Aufmerksamkeit der Medizinstudenten auf sich ziehen. Die Slogans betonen wie vielschichtig das Berufsbild Chirurg ist.

Seit 2008 informiert der BDC potentiellen Nachwuchs nicht nur realitätsnah, sondern hebt mit der Kampagne auch die faszinierenden Seiten der Chirurgie hervor.


„ChirurgIn ist weit mehr als ein Durchschnittsjob – Wir müssen jungen Medizinern zeigen wie abwechslungsreich und faszinierend dieser Beruf ist“, so der Präsident des BDC Prof. Meyer.

Auf der Website www.chirurg-werden.de und auf dem Facebook-Profil erfahren Studierende alles rund um die Chirurgie. Bei Informationsveranstaltungen an Hochschulen, die jedem Interessierten offen stehen, wird Studierenden im Rahmen der Kampagne das Berufsbild Chirurg näher gebracht. Zudem werden regelmäßig bundesweit Workshops veranstaltet, bei denen Studenten praktisch an die Chirurgie herangeführt werden.

Mittwoch, 30. September 2015

BDC-Nachwuchsförderung: Nachwuchs-Kongress - Prüfungsvorbereitung durch Profis


Immer weniger junge Mediziner entscheiden sich dafür, Chirurg zu werden. Bereits mittelfristig droht der deutschen Chirurgie ein Mangel an qualifizierten Operateuren. Deshalb ist es dem Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) seit Jahren ein großes Anliegen, junge Mediziner für die Chirurgie zu begeistern und den chirurgischen Nachwuchs zu fördern: Beim Nachwuchs-Kongress „Staatsexamen & Karriere“ werden Studierende bei der Prüfungsvorbereitung unterstützt und die Kampagne „Nur Mut! Kein Durchschnittsjob: ChirurgIn“ soll Studierenden die Vielfalt der Chirurgie nahebringen.

Am 02. und 03. Oktober 2015 kommen rund 200 Medizinstudenten aus ganz Deutschland nach Berlin. Der BDC veranstaltet gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) den Nachwuchs-Kongress „Staatsexamen & Karriere“. Die Verbände haben das Ziel, die angehenden jungen Ärzte auf ihre Pflichtprüfungen vorzubereiten und sie für die Fächer Chirurgie und Innere Medizin zu begeistern.

Neben prüfungsvorbereitenden Grundlagen stehen spannende praktische Kurse wie minimalinvasive Chirurgie am Simulator, flexible Endoskopie und vieles mehr auf dem Programm. Dafür gibt es bei dem Kongress eine Trainings-Area, die mit Unterstützung von KARL STORZ ermöglicht wird.

Mit Videositzungen, Fallbeispielen sowie Tipps und Tricks aus dem Klinikalltag trainieren anerkannte Experten die Studierenden auf dem Kongress. Deutlich erweitert wurde das Programm um den Aspekt Karriere: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Karrierechancen, Weiterbildungswege, Arbeitsbedingungen in der Klinik und in der Niederlassung werden Themen sein, die Dozenten und Teilnehmer in dem „KarriereForum“ und in Einzelberatungen besprechen.

Termin: 02. bis 03.10.2015
Zeit: 09.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Besucher- und Schulungszentrum
KARL STORZ GmbH & Co. KG
Scharnhorststraße 3, 10115 Berlin

Freitag, 26. Juni 2015

Der Nachwuchs-Kongress „Staatsexamen & Karriere“ - Berlin, 2.– 3. Oktober 2015





Der Nachwuchskongress „Staatsexamen und Karriere“ wird von den Berufsverbänden der Deutschen Chirurgen und Deutscher Internisten organisiert.

Dabei bringen wir die Kenntnisse aus sechs Jahren Studium gezielt in eine prüfungstaugliche Form. Frontalvortrage, Falldiskussionen und Videositzungen bereiten die Studenten in den Hauptfächern Chirurgie und Innere Medizin auf ihre letzten beiden Tage als Studierende vor. Wir bieten ihnen Tipps und Tricks für den praktischen Prüfungsablauf, und zeigen dabei, was wichtig und unwichtig ist.

Außerdem laden wir die Studenten ein, an ihrer Berufslaufbahn zu feilen. „Wo will ich eigentlich hin ?“ - ist die Frage in der aktiven Gestaltung der eigenen Zukunft. In einem 30-minutigen 1:1 Diskurs aus kann die  persönliche Karriereplanung exklusiv ausgelotet werden. Gesprächspartner stehen für beide Hauptfächer zur Verfugung.

Und in der freien Zeit wartet die TrainingsArea des KARL STORZ Besucher- und Schulungszentrums. Hier können manuelle Fähigkeiten mit den modernsten Geraten und Instrumenten eines Weltmarktführers in der Medizintechnik trainiert werden.

Montag, 9. März 2015

Unterstützung für den ärztlichen Nachwuchs: BDC und BDI bereiten Medizinstudenten auf das Staatsexamen vor



Die dritte ärztliche Prüfung im medizinischen Studium nennen Studentinnen und Studenten unter sich nicht ohne Grund „Hammerexamen“. Die prüfungsrelevanten Themen sowie chirurgischen und internistischen Grundlagen sind so umfangreich, dass der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) e. V. und der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) e. V. den gemeinsamen Nachwuchs-Kongress „Staatsexamen & Karriere“ zur Vorbereitung und Wissensauffrischung anbieten.

Knapp 200 Studentinnen und Studenten nahmen dieses Angebot am vergangenen Wochenende in Nürnberg wahr. Zwei Tage lang konzentrierten sich die Teilnehmer auf die Vorträge der Dozenten. Von den grundlegenden Untersuchungstechniken bis hin zu Fallpräsentationen, Videositzungen, Tipps für die mündliche Prüfung und den Klinikalltag umfasste das Programm alle relevanten Themen für das anstehende Staatsexamen.

Zwischen den Vorträgen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, zusätzlich ihre manuellen Fertigkeiten zu trainieren. Industriepartner stellten hierfür Geräte für Naht- und Knotenkurse, Elektrochirurgie, minimal-invasive Chirurgie, Osteosynthese, EKG und Sonographie zur Verfügung. Das Kongressformat zeichnet sich nicht nur durch seine Intensität, sondern auch durch das lockere Miteinander aus. Workshopleiter und Dozenten standen jedem Teilnehmer auch persönlich für Fragen zur Seite.

Deutlich erweitert wurde das Programm in diesem Jahr von den beiden Berufsverbänden um den Aspekt Karriere: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Karrierechancen, Weiterbildungswege, Arbeitsbedingungen in der Klinik und in der Niederlassung waren Themen, die Dozenten und Teilnehmer im „KarriereForum“ und in Einzelberatungen besprachen. Gut bestückt war auch das Karriereboard mit Stellenanzeigen aus dem ganzen Bundesgebiet.

„Mit Hilfe der Evaluationsbögen wissen wir immer, wie genau das Konzept auf die Bedürfnisse der Teilnehmer eingeht und ob wir etwas verändern müssen“, so die Organisatoren. „Wir wollen den Teilnehmern nicht nur bei der Prüfungsvorbereitung helfen, sondern Ihnen auch Lust auf ihre zukünftige Tätigkeit machen. Das ist das Ziel des Kongresses.“

Nächster Veranstaltungsort für „Staatsexamen & Karriere“ ist Berlin vom 18. bis 19. September 2015. Weitere Informationen unter www.staatsexamen-und-karriere.de.

Mittwoch, 4. März 2015

Wanted: Best Medical Faces

Fotowettbewerb auf der Facebookseite der Nachwuchskampagne „Nur Mut! Kein Durchschnittsjob: ChirurgIn“

„Medical Faces“ - Gesichter aus medizinischen Gegenständen, keine Ärzte oder andere Personen, laufen einem Arzt bzw. Medizinstudierenden im Alltag oft über den Weg; sei es in der Klinik, der Praxis oder an den medizinischen Fakultäten.

Die Idee des „Medical Faces“ entstand auf der Suche nach einem Titelbild für unseren Nachwuchs-Kongress „Staatsexamen & Karriere“, welcher in Nürnberg vom 27. -28.02.2015 stattfand. Gesucht wurde ein Motiv, welches Medizin und etwas Witz einprägsam in Verbindung bringt. 

Schnell bemerkten wir die vielfältigen Möglichkeiten von Gesichtern und beschlossen, die Medizinstudenten nach Ihren eigenen Entdeckungen zu fragen. Im Januar 2015 starteten wir auf unserer Facebookseite einen Wettbewerb für alle Medizinstudenten, uns Fotos oder Kollagen von „Medical Faces“ zu senden.

Die Resonanz auf unseren Aufruf war enorm: die eingereichten Bilder wurden 5000 mal gelikt, kommentiert und auf anderen Facebookseiten geteilt. Die drei Gewinner-Einsendungen mit den meisten Likes auf unserer Facebook-Fanseite haben Kongresskarten gewonnen. Auf unserem Titelbild finden Sie die „Best Medical Faces“!

Montag, 2. März 2015

Medizinstudium in Brandenburg: 46 Studis starten erstmals an neuer Hochschule


An der neugegründeten Medizinischen Hochschule (MHB) in Neuruppin startet im Sommersemester das Medizinstudium. Mit der Einrichtung der Medizin-Hochschule sieht Brandenburg eine wichtige Maßnahme gegen den Ärztemangel.
Brandenburg war bislang das einzige Flächenland ohne eigene Medizin-Hochschule. Jetzt sollen alle vom neuen Angebot profitieren: Medizinstudenten, die Klinken als Arbeitgeber und natürlich die Menschen im Land. Die MHB wurde im Oktober 2014 gegründet und wird von den Ruppiner Kliniken, dem Städtischen Klinikum Brandenburg/Havel und der Immanuel Diakonie getragen.
Für die 46 Studienplätze waren rund 200 Bewerbungen eingegangen. Finanziert wird die Hochschule unter anderem über Studiengebühren. So werden im Bereich Humanmedizin für das Regelstudium von rund sechs Jahren 115.000 Euro fällig.
Zur Absicherung wird jedem Medizinstudenten ein Darlehen in Höhe von 80.000 Euro von MHB-Partnerkliniken angeboten. Die Voraussetzung: Der Bewerber absolviert nach Studienabschluss seine Facharzt-Ausbildung in dem Krankenhaus, das ihm das Darlehen gewährt hat. In diesem Fall muss das Geld nicht zurückgezahlt werden.

Montag, 29. Dezember 2014

Medizinstudentin aus Ulm bekommt Friedrich-Thieding-Förderpreis

Der Friedrich-Thieding-Förderpreis für sehr gute Leistungen im Medizinstudium bei gleichzeitigem Berufs- und sozialpolitischem Engagement geht in diesem Jahr an die Ulmer Medizinstudentin Janine Hansmann (25). Bereits seit Kindestagen wollte sie Ärztin werden und absolvierte während der Schulzeit, meist in den Ferien, Praktika im ärztlichen Dienst verschiedener Kliniken. So festigte sich der Wunsch, Medizin zu studieren, und sie arbeitete zielstrebig daran, ein entsprechendes Abitur abzulegen.

Als ehrenamtliches Mitglied beim Arbeiter-Samariter-Bund übernimmt sie regelmäßig Aufgaben als Rettungshelferin auf dem Rettungswagen. Zusätzlich unterstützt sie ihre Kommilitonen aus den unteren Semestern als Tutorin der Histologie, Physiologie und der Biochemie. Seit 2010 ist sie Online-Redakteurin bei der Fachzeitschrift „VIA MEDICI“ und betreut dort den Lokalteil „Ulmer Rubrik“. Die Teilnahme an verschiedenen Fortbildungen zur Journalistik und Politik in der Medizin gehört ebenso dazu. All ihre ehrenamtlichen Aufgaben nimmt sie mit großem Engagement und viel Freude war. Ihr Studium finanziert sie selbst. Hierfür arbeitet sie u. a. als Sitzwache am Ulmer Universitätsklinikum.

Neben ihrem Engagement wurden auch ihre sehr guten Leistungen im Studium gewürdigt. Die Dissertation ist fertiggestellt und das Rigorosom folgt nach dem schriftlichen Examen noch in diesem Herbst. Ihr weiterer beruflicher Weg soll sie in die Gefäß- oder plastische Chirurgie führen. Der Preis wird jährlich vom Hartmannbund vergeben.


(Quelle: Hartmannbund)

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Wie lege ich sterile OP-Kleidung richtig an?



Die Kleidung soll auch im feuchten Zustand eine effektive Barriere gegen Flüssigkeitsdurchdringung darstellen.

Anlegen der sterilen OP- Kleidung im OP-Raum:
  1. Der Mantel ist nach einem bestimmten System mit der Innenseite nach außen gefaltet, so dass der Hals - Schulter - Bereich sofort griffbereit ist.
  2. Mit erhobenen Händen und ausgestreckten Armen wird der Mantel auseinander gezogen und entfaltet, so dass kein Bodenkontakt entsteht.
  3. Die Hände fahren von innen in die Armlochöffnungen und bleiben oberhalb der Gürtellinie.
  4. Ein Springer gibt von hinten Hilfestellung beim Anziehen in den Mantel. Die Armbündchen dürfen nicht proximal über das Handgelenk hinaus gezogen werden.
  5. Der Springer schließt den Verschluss am Hals und schließt die Innenbänder im Mantel.
  6. Mit den sterilen Handschuhen wird der kürzere Teil des Bindegürtels im Vorderbereich des Mantels aus dem Karton gelöst. Der Karton mit dem längeren Bindegürtel wird dem Springer gereicht. Dieser führt den Karton um die Person herum, so dass nach Entfernen des Kartons beide Bänder am Bauch steril verbunden werden können. Der Karton bleibt unsteril beim Springer.


(Quelle: FU Berlin)


Dienstag, 2. Dezember 2014

Immer weniger Ärzte wollen forschen - Wissenschaft soll Wahlpflichtfach werden



Nur noch rund die Hälfte der angehenden Ärzte in Deutschland erwirbt einen Doktortitel. Damit geht der Medizin seit rund zehn Jahren der Forschungsnachwuchs kontinuierlich verloren. Die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.) fordert, wissenschaftliches Arbeiten umgehend als Wahlpflichtfach in den Lehrplan des Medizinstudiums aufzunehmen. Denn nur mit einem angemessen wissenschaftlich ausgebildeten Nachwuchs habe das Fach auch an der Universität eine Zukunft. Die AWMF befürwortet auch die vom Wissenschaftsrat geforderte Mindestdauer des Medizinstudiums von sechs Jahren und ein bundeseinheitliches M1-Examen.

(Quellen: AWMF/ Uni online)

Freitag, 24. Oktober 2014

Universität wird zum Teddybär-Krankenhaus: Studierende in Witten/Herdecke wollen Kindern Angst vor Ärzten nehmen



Die große Halle der Universität Witten/Herdecke (UW/H) wird am 27. Oktober (9 bis 15 Uhr) von Patienten ungewöhnlicher Art bevölkert sein: Mehr als 200 Kuscheltiere und Puppen mit gebrochenen Armen, Bauchschmerzen oder anderen inneren Erkrankungen wollen Studierende der UW/H dann im "Teddybär-Krankenhaus" versorgen. Von der Anmeldung über Behandlungsräume bis hin zu einem Röntgengerät, einem eigenen Teddy-OP-Saal und einer Apotheke zur "Medikamentenausgabe" reicht die Klinik-Ausstattung.

In 35 Kindergärten wurden die Themen unter Leitung der Erzieher erarbeitet, zudem haben die Kinder ihren Stofftieren im Vorfeld schon eine Krankheit zugewiesen, die dann im "Teddybär-Krankenhaus" behandelt wird. Die Teddy-Ärzte studieren Medizin in Witten und wurden auf die Aufgabe von geschultem Personal vorbereitet.

Die Puppenmütter und Teddyväter schildern einem "Facharzt für Stofftierheilkunde" (Medizinstudierende) die erdachten Leiden. Anhand des ärztlichen Parcours, welcher mit den Plüschpatienten absolviert wird, sollen die kleinen Beobachter einen realistischen Einblick in die ärztliche Arbeitswelt erhalten und so auf spielerische Weise ihre Ängste verlieren. Wenn die Behandlung abgeschlossen ist, gibt es, je nach Erkrankung, einen Verband oder ein Rezept für ein Medikament. 

Auch ein richtiger Rettungswagen steht zur Besichtigung bereit. "Der wissenschaftliche Hintergrund des Projekts basiert auf dem Modell des Rollenspiels", erläutert Johanna Werner. "Die Studierenden sind Ärzte, Kinder sind Eltern und Teddys Patienten. Kinder lernen gewöhnlich durch Rollenspiele. Dieses Prinzip wird durch das Teddybär-Krankenhaus genutzt, indem auf der spielerischen Ebene des Kindes ärztliche Tätigkeiten erklärt werden. Der Teddy spiegelt die Ängste und Probleme des Kindes wider, die es auf ihn projiziert und auf die eingegangen wird, indem die 'Ärzte' sie beim plüschigen Freund ernst nehmen und behandeln."

Neben den Kindern profitieren jedoch auch die Studierenden von dem Projekt. Durch den Kontakt zu den kleinen Patienten schulen sie ihre kommunikativen und psychologischen Fähigkeiten und sammeln zudem Erfahrungen in der Kinderheilkunde. "Das Teddy-Krankenhaus ist in vielerlei Hinsicht eine gute Vorbereitung auf den Beruf", so Louisa Daunert aus dem Organisationsteam. "Kinder nach einer Krankheit zu befragen ist viel schwerer als es das bei Erwachsenen ist, die Gesprächsführung muss einfach und klar sein - so wie Erwachsene sich das von ihrem Arzt auch manchmal wünschen."

Das Teddybär-Krankenhaus basiert auf der ehrenamtlichen Arbeit von engagierten Studierenden der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd), die mit Begeisterung hinter dem Projekt stehen.

Kontakt: Pressestelle der UW/H unter 02302 / 926-946 oder -805.

Montag, 6. Oktober 2014

Einzigartiges Studenten-Projekt: Medizinstudenten der Uni Witten/Herdecke bauen Ebola-Isolationsstation in Sierra Leone



Drei Studenten der Universität Witten/Herdecke haben in Sierra Leone eine Ebola-IIsolierstation aufgebaut. Ihr Trip nach Afrika als Fortbildung in der Tropenmedizin war schon lange geplant. Der Ausbruch des Ebola-Virus kam überraschend. Als sie losflogen, stand das Ebola-Virus noch vor den Grenzen Sierra Leones. Während ihres Aufenthaltes drang es dann bis zu ihrem Krankenhaus nach Makeni vor. Till Eckert (22): „Wir hätten abreisen oder in einem anderen Teil des Landes einfach Urlaub machen können. Wir haben uns dafür entschieden, zu bleiben und zu helfen."
Zusammen mit Simon Scheiblhuber (27) und Nicolas Aschoff (23) entwickelte er ein Konzept für eine Isolationsstation und baute sie anschließend auf.

Schon am Morgen nach der Fertigstellung kamen die ersten Fälle ins Krankenhaus. Trotzdem funktionierte das von ihnen konzipierte Neun-Schritte-System zum sicheren Entkleiden auf Anhieb hervorragend. "Das Wichtigste dabei ist, dass wirklich alles Material, was in die Station hineingeht, sie nie wieder verlässt - außer zum Verbrennen. Und auch das muss unter strengen Sicherheitsauflagen geschehen", so Eckert.

Die Station verfügt über einen reinen Eingang und einen Ausgang. Betreten werden darf sie nur im vollen Schutzanzug, die Desinfektion erfolgt hauptsächlich mit Chlor. Bei der Reinigung stehen die Ärzte und Pflegenden mit den Füßen in Eimern, tragen bis zu drei paar Handschuhe übereinander.

Nach und nach wurden im ganzen Land Stationen nach diesem Vorbild eingerichtet.

Quelle: www.uni-wh.de

Mittwoch, 1. Oktober 2014

6. Nachwuchs-Kongress „Staatsexamen & Karriere“ - Chirurgie oder Innere Medizin? Erstaunlich viele haben sich schon entschieden …



Berlin – Für viele angehende Ärzte war es der erste Kongress im Leben: Knapp 200 Studenten trafen sich kurz vor ihrem letzten Staatsexamen für 2 Tage in der Hauptstadt um sich auf die mündlichen Prüfungen zum Arzt mit Bravour vorzubereiten. Die Berufsverbände der Deutschen Chirurgen (BDC) und Internisten (BDI) hatten zum Nachwuchs-Kongress „Staatsexamen & Karriere“ eingeladen. Ihnen geht es neben der Prüfungsvorbereitung vor allem darum, die jungen Menschen für eine Karriere als Chirurg oder Internist zu begeistern. 

Bei Anna (29), die in Riga studiert, war das gar nicht mehr nötig: „Ich gehe auf jeden Fall in die Viszeralchirurgie. Abdominale Chirurgie interessiert mich sehr. Später kann ich mir sogar mal eine eigene Praxis vorstellen.“ Anders bei Jenny (23) aus München: „Ich warte erstmal aufs Praktische Jahr. Wenn ich da ein bisschen rumkomme, kann ich besser einschätzen was mir gefällt und wo ich gut bin.“ Beide üben zwischen den Vorträgen schon mal fleißig im Naht- und Knotenkurs.

„Nicht zwischen die Pinzetten kommen, da kriegt ihr einen mörderischen Stromschlag“, sagt Martin Winn, Medizinprodukteberater bei Covidien und zuständig für Elektrochirurgie und Ultraschall. Für eine halbe Stunde sind Andrea (24) aus Aachen und Constanze (25) aus Göttingen „seine“ Studentinnen. Ganz konzentriert beugen sie sich über ihr Schweineschnitzel und lernen etwas über die Schnitt- und Versiegelungszone. Der verbrannte Geruch interessiert hier längst niemanden mehr – da sind sie schon Profis. Während Andrea mit dem Gerät ins rote Fleisch fährt, erzählt sie: „Ich möchte auf jeden Fall Chirurgin werden. Nur das Gebiet steht noch nicht fest.“
Ob Elektrochirurgie, Sonografie, Laparoskopie: viele Medizintechnik-Firmen unterstützen den Kongress immer wieder großzügig mit Personal, Geräten, Material. Nur so ist gewährleistet, dass die Studenten von Anfang an mit neuester Technik präzise in allen Bereichen trainieren können.

Einen Stock tiefer übt Nicole (25) aus Rostock in der Sonografie. Mit dem Ultraschallkopf fährt sie gekonnt über den Bauch ihrer Freundin. „Ich suche gerade die Niere“, sagt sie. Und: „Die linke Niere ist halt schwerer zu finden, weil die Milz sie überdeckt“. Es folgen noch Leberarterie, Magen und Bauchspeicheldrüse, ehe die angehende Ärztin uns verrät: „Bei mir steht alles felsenfest – ich arbeite später in der internistischen Kinderheilkunde!“ Ihre Kommilitonin für einen Tag, Karoline (25) aus München, geht in die Chirurgie, sagt: „Es wird die Unfall-, orthopädische oder Rekonstruktionschirurgie.“

Am vollsten ist der Saal beim Thema „Prüfungsstrategien und mündliche Präsentation“. Für alle, die jetzt im Oktober mit ihrem Staatsexamen „dran sind“ ist das natürlich ein Muss. Ob Vorbereitung auf die Prüfungen, Videositzungen oder internistische und chirurgische Grundlagen – die Vortragenden sind nicht nur Profis, sondern stecken auch ihr Herzblut in die Ausbildung des Nachwuchses. Kein Wunder also, dass einige von ihnen sogar noch abends bei der Cocktailparty mit den Studenten plaudern und sich Löcher in den Bauch fragen lassen… .

In der Laparoskopie treffen wir dann noch Vanessa. Die 25-Jährige hat ihren Job schon vor dem Examen in der Tasche. „Das PJ habe ich fertig. Mein schriftliches Staatsexamen ist vom 7. bis 9. Oktober, das mündliche am 21. und 22. Oktober. Ab 1. Januar fange ich schon als Assistenzärztin in der Viszeralchirurgie in Stendal an.“ Als 25-Jährige – so früh? „Ja, ich habe gleich nach dem Abi losgelegt. Und eigentlich wollte ich auf keinen Fall in die Chirurgie. Ich habe immer gedacht, man hat da keinen Kontakt zu den Patienten, weil die nur betäubt auf dem Tisch liegen. Doch das ist ja gar nicht so. Ich muss viel aufklären, erläutern, in Gesprächen die Ängste nehmen. Und dann hat mir das Handwerkliche auch noch so viel Spaß gemacht.“ Und die Arbeitszeiten? „Klar wird mal die eine oder andere Überstunde anfallen. Aber Familie möchte ich trotzdem. Die Kliniken werden sich schon anpassen, denn wir sind jetzt schon viel mehr Frauen. Und mit Kind ist man eben einige Zeit etwas unflexibler.“


Mittwoch, 24. September 2014

Lasern am Schweineschnitzel, Lungen-Befund, OP am Simulator: 200 Medizinstudenten trainieren in Berlin für ihr Staatsexamen


Berlin (bdc/bdi) – Am 26. und 27. September 2014 kommen rund 200 Studenten aus ganz Deutschland nach Berlin zum ärztlichen Nachwuchs-Kongress „Staatsexamen & Karriere“. Veranstalter sind die Berufsverbände der Deutschen Chirurgen (BDC) und Internisten (BDI). Sie haben das Ziel, die angehenden jungen Ärzte auf ihre Pflichtprüfungen vorzubereiten und sie für Chirurgie und Innere Medizin zu begeistern.

Mit Videositzungen, Fallbeispielen sowie Tipps und Tricks aus dem Klinikalltag trainieren anerkannte Experten die Studenten auf dem Kongress. Lasern am Schweineschnitzel, Naht- und Knotenkurse, Frakturversorgung am Plastikknochen, minimalinvasive Chirurgie am Simulator, Sonografie, EKG und vieles mehr stehen auf dem Programm. Dafür gibt es eine große Trainings-Area, die mit großzügiger Unterstützung der Medizintechnik-Industrie ermöglicht wird.

Der Hintergrund ist ein sehr ernster: Immer weniger Medizin-Studenten wollen noch Chirurg oder Internist werden. Bis zum Jahr 2020 gehen ca. 11.000 deutsche Chirurgen in Rente. Aber nur rund 750 bis 1000 junge Ärzte beginnen jährlich eine chirurgische Laufbahn. In jeder zweiten chirurgischen Klinik ist schon jetzt mindestens eine Assistenzarzt-Stelle unbesetzt. Wollen am Anfang des Medizinstudiums noch rund 33 Prozent aller Studenten Chirurg werden, sind es nach dem Praktischen Jahr nur noch rund 16 Prozent. 

Hauptgründe sind Arbeitszeiten, lange, unstrukturierte Weiterbildungsgänge zum Facharzt und die schwere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Den Weg zum internistischen Facharzt wiederum scheuen zum Anfang viele, weil man bei den zahlreichen Spezialisierungen schnell den Überblick für eine geradlinige Ausbildung verliert.

Termin: 26./27.09.2014
Zeit: 9.00 – 17.00 Uhr
Ort: historisches Kaiserin-Augusta-Krankenhaus 
Besucher- und Schulungszentrum Karl Storz GmbH&Co. KG
Scharnhorststraße 3, 10115 Berlin